Freitag, April 15, 2005

Live on stage / Wir machen Theater!

Belarus, Poland, Russia and Germany – one could think, this would mean speaking in three languages. In fact we used five. In contrast to this difficulty, we noticed soon, that there were many similarities between us and much understanding for the others. In the beginning of our work there were exercises, which helped us coming together and to build up trust in each other. We allowed others to guide us with closed eyes and to carry us on hands, even Igor with his 2.02 meters was lifted into the air. We felt that we came slowly closer to another. We learned about our different sides: We were driver and car, pelican and penguin. Our fantasy was stimulated by forming vivid statues out of each other. We closed the first day tired but with positive feelings. That was a good preparation for our second day. Now it became more serious, because the task was to express our emotions through our bodies. That caused some difficulties, which were solved by writing down the feelings on paper. We focussed on the subject of the concentration camp. Strong emotions were articulated, for example fear, loneliness, trust and hope. In the afternoon finally we started to build statues out of our bodies, which were intended to show such feelings. We split into two small groups, each with the goal to concentrate on one isolated emotion. In the end we brought the groups together and formed one common statue, dealing with the subjects of thirst and humiliation
It took us some time though, to harmonize our different tempers, in order to form a picture which was satisfying commonly for all of us. Then our decision was encouraged by the survivor Marion B., who visited us at our last rehearsal and felt touched by our work.
There is one thing left to say: We are proud of Andreas, who went with us through numerous discussions and drove our attention towards several aspects inside the subject of our work.

Belarus, Polen, Russland und Deutschland – man könnte denken, dass wir in drei verschiedenen Sprachen sprechen mussten. In Wirklichkeit waren es letztendlich fünf. Trotz dieser Tatsache haben wir schnell festgestellt, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben und uns gut verstehen. Am Anfang unserer gemeinsamen Arbeit standen Übungen, die uns geholfen haben, unsere Grenzen zu überwinden und Vertrauen zueinander aufzubauen. Wir erlaubten anderen, uns mit geschlossenen Augen durch den Raum zu führen und uns auf Händen zu tragen, sogar Igor mit seinen 2,02 m wurde in die Luft gehoben. Wir fühlten, dass wir einander allmählich näher kamen. Wir lernten unsere verschiedenen Seiten kennen: Wir waren Autofahrer und Auto, Pelikan und Pinguin. Unsere Fantasie wurde angeregt, indem wir uns gegenseitig zu lebendigen Statuen formten. Den ersten Tag beendeten wir müde, aber mit positiven Gefühlen. So waren wir gut auf den zweiten Tag vorbereitet. Jetzt wurde es ernster, denn es ging nun vor allem darum, unsere Gefühle mittels unserer Körper zum Ausdruck zu bringen. Dies bereitete uns jedoch einige Schwierigkeiten, weshalb wir unsere Empfindungen zunächst zu Papier brachten. Unser Augenmerk lag dabei natürlich auf der Thematik des Konzentrationslagers. Starke Emotionen wurden zur Sprache gebracht wie beispielsweise Angst, Einsamkeit, Vertrauen und Hoffnung. Am Nachmittag gingen wir schließlich dazu über, Statuen aus unseren Körpern zu bilden, die genau solche Gefühle zum Ausdruck bringen sollten. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf, deren Ziel es jeweils war, ein bestimmtes Gefühl darzustellen. Gegen Ende brachten wir die beiden Gruppen zusammen und formten eine gemeinsame Statue, die Erniedrigung und Durst thematisierte. Allerdings dauerte es noch einige Zeit, bis wir unsere unterschiedlichen Temperamente in Einklang gebracht und ein Bild geformt hatten, mit dem alle am Ende zufrieden waren. In unserer Entscheidung wurden wir von der Zeitzeugin Marion B. bestärkt, die sich bei unserer letzten Probe gerührt zeigte. Das Ergebnis konntet ihr am Samstag bewundern.
Eins bleibt noch zu sagen: Wir sind stolz auf Andreas, dass er zahlreiche Diskussionen mit uns geführt und uns auf verschiedene Aspekte der Thematik aufmerksam gemacht hat.

Agnieszka (PL), Angelika (PL), Anja (RUS), Igor (BY), Katja (RUS), Michaline (D), Shenja (RUS) & Sweta (BY) & Team: Andreas (D)