Mittwoch, April 19, 2006

15-Jährige spricht mit Zeitzeugen

Jugendworkcamp in Bergen-Belsen

von Susanne Wallentin

Schliekum. „Es war spannend, Geschichte aus der Sicht eines Zeitzeugen erzählt zu bekommen und nicht nur in Büchern nachzulesen“, sagt Annika Klußmann begeistert. Die Schülerin aus Schliekum hat zusammen mit Jugendlichen aus sieben Nationen am zwölften internationalen Jugendworkcamp in Bergen-Belsen teilgenommen.
Die 15-Jährige hat einen Überlebenden des ehemaligen Konzentrationslagers interviewt und in der Bibliothek der Gedenkstätte nach alten Berichten und Fotos gestöbert.
Die Schliekumerin war eine von 33 Jugendlichen, die das vom Land Niedersachsen geförderte und von christlichen und gewerkschaftlichen Jugendverbänden getragene Camp besuchte. Dass sie die einzige Teilnehmerin aus dem Kirchenkreis Laatzen-Springe war, störte Annika wenig. Sie habe sich gleich mit zwei Mädchen aus Litauen angefreundet, berichtete sie.
„Das Spannende an dieser Veranstaltung ist, nicht nur der Vergangenheit auf die Spur zu kommen, sondern auch Jugendliche aus anderen Ländern zu treffen“, sagte auch Volker Walpuski, Jugenddiakon im Kirchenkreis Laatzen-Springe, der bereits zum dritten Mal als Betreuer dabei war.
Während des achttägigen Camps besuchte jeder der Jugendlichen aus Deutschland, Israel, Litauen, Weißrussland, Russland, Polen und der Slowakei zwei Workshops. Außer der Arbeit im Archiv hatte sich Annika dafür entschieden, sich als Archäologin zu erproben. Auf dem Außengelände der Gedenkstätte legte die Schliekumerin zusammen mit fünf anderen Jugendlichen Teile der inzwischen überwucherten Lagerstraße frei.
Andere Teilnehmer beschäftigten sich mit Bildern von ehemaligen Gefangenen oder diskutierten über aktuelle Probleme, die mit dem Konzentrationslager zusammenhängen. Die Dokumentationsgruppe berichtete über die Erlebnisse im Workcamp und interviewte andere Teilnehmer.
Sie habe während der acht Tage nicht nur etwas über das Konzentrationslager gelernt, sondern auch erfahren, wie die Teilnehmer aus anderen Ländern mit dem Thema Judenverfolgung umgehen, zog Annika am Ende Bilanz. Zu ihren neu gewonnenen Freundinnen aus Litauen will sie auf jeden Fall Kontakt halten.

Annika Klußmann (links) und Hanna Brockmann legen die Ränder der alten Lagerstraße des Konzentrationstionslagers Bergen-Belsen frei. Foto: V. Walpuski

(c) Leine-Nachrichten, 19.4.2006

Dienstag, April 18, 2006

On the air! (im Radio)

Katja Jacob vom Ev. Kirchenfunk Niedersachsen (ekn) kam am 10.4., um sich die Arbeiten im Außengelände anzuschauen und mit Teilnehmenden zu sprechen. Ihre Eindrücke schildert sie für radio ffn am Dienstag, 18.4. um 18:40 Uhr (Mitschnitt) und radio antenne Niedersachsen am Mittwoch, 19.4. um 18:30 Uhr (livestream).


Katja Jacob of Ev. Kirchenfunk Niedersachsen (ekn) came on 10.4. to watch the works on the old camp road and to talk to participants. Her impressions she's going to present on radio ffn on Tuesday, 18.4. at 18:40 o'clock (recording) and radio antenne Niedersachsen on Wednesday, 19.4. at 18:30 o'clock (livestream) German time.

Montag, April 17, 2006

Ein Ort, an dem man keinen Bach hören kann Eppler: Eintreten für Warnung und Versöhnung

Zum 61. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen hat am Karfreitag die Arbeitsgemeinschaft Bergen-Belsen zu einer Gedenkfeier eingeladen. Über 200 Menschen, darunter viele Teilnehmer des 12. Internationalen Jugendworkcamps Bergen-Belsen, waren gekommen. Hauptredner war der frühere Entwicklungshilfeminister Erhard Eppler.

Aus dem geöffneten Güterwagen der Deutschen Reichsbahn erklingt Musik. Im Waggon steht der Bratscher Ulrich von Wrochem, spielt Werke vor allem jüdischer Komponisten. In diesem bewegenden musikalischen Rahmen fand am Karfreitag die Gedenkfeier zum 61. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen statt.

"Ich danke Ihnen für Ihre Musikauswahl. Dies ist ein Ort, an dem man keinen Bach mehr hören kann!" Mit diesen Worten eröffnete der frühere Entwicklungshilfeminister und SPD-Landesvorsitzende von Baden-Württemberg, Erhard Eppler, seine Ansprache. Eppler hat eine besondere Beziehung zur Verladerampe Bergen-Belsen: Hierhin geriet er als junger Soldat Anfang 1945, kurz vor Ende des Krieges, und musste den Antransport und die unmenschliche Behandlung und Ermordung von Zwangs-Deportierten mit ansehen. Die Scham über die damalige versteinerte Tatenlosigkeit angesichts der grauenhaften Auswüchse des NS-Rassenterrors hatte Eppler 1985 in der Süddeutschen Zeitung beschrieben. Dieser Text über die Erlebnisse des jungen Eppler wurde zu Beginn der Veranstaltung vom Schüler Felix Meyer aus Bergen-Belsen vorgetragen.

In seiner sehr persönlichen Ansprache verriet Eppler, dass er große Angst davor gehabt hatte, an die Rampe zurückzukommen, aus Furcht vor den Erinnerungen an die schrecklichen Ereignisse. Doch die Tatsache, dass die Veranstaltung auf den Karfreitag gefallen sei, den Tag der Kreuzigung Jesu, habe er als Zeichen begriffen. Denn so wie das Christentum Jesu Leiden als Aufgabe zur Nächstenliebe begreife, so habe er die Scham über die damalige Tatenlosigkeit als Auftrag für ein Eintreten für Warnung und Versöhnung verstanden.

Mit einer Bewegungs-Performance direkt an der Rampe zeigten die Teilnehmer des diesjährigen Internationalen Jugendworkcamps ihre Assoziationen an diesen Ort des Schreckens. Zu Klangcollagen und Texten in der jeweiligen Muttersprache wurde das Marschieren, Sammeln und Sortieren an der Rampe verbildlicht. Da die Überlebenden des Schreckens in Bergen-Belsen langsam aussterben, wird das Jugendworkcamp, das seit 1995 Jugendliche aus verschiedenen Nationen zu einem gemeinsamen einwöchigen Workshop nach Bergen-Belsen einlädt, zu einem immer wichtigeren Instrument der Erinnerung und Verarbeitung des Lagers.
Teilnehmer des Internationalen Jugendworkcamps stellen das Sammeln, Sortieren und Marschieren an der Verladerampe in Bergen-Belsen dar. Der Bratscher Ulrich von Wrochem spielte in einem ehemaligen Güterwaggon der Deutschen Reichsbahn Werke von jüdischen und osteuropäischen Komponisten.

(c) Volker Bracher, Cellesche Zeitung

Samstag, April 15, 2006

Fragile


10:15 a.m., 61st day of liberation of CC Bergen-Belsen: The group from Israel prepared a memorial ceremony at the Jewish memorial. Gal and Jack sang "Fragile" of Sting:

If blood will flow when flesh and steel are one
Drying in the colour of the evening sun
Tomorrow's rain will wash the stains away
But something in our minds will always stay
Perhaps this final act was meant
To clinch a lifetime's argument
That nothing comes from violence and nothing ever could
For all those born beneath an angry star
Lest we forget how fragile we are

On and on the rain will fall
Like tears from a star, like tears from a star
On and on the rain will say
How fragile we are, how fragile we are


Afterwards the whole group sang in Hebrew the Israelian anthem.

Legosteine helfen bei der Geschichtsstunde

Jugendliche aus drei Ländern in Oerbke und Ostenholz / Entstehung von Lagern und „Platz“

Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen geht heute das Jugendworkcamp verschiedener christlicher und gewerkschaftlicher Gruppen zu Ende. Rund 40 Jugendliche aus sieben Nationen nahmen dabei die grausame Geschichte dieses Stückchens Heide unter die Lupe – ihre Suche führte sie auch nach Ostenholz und Oerbke.

Ostenholz (th). Die Geschichte Bergen-Belsens ist verknüpft mit der Entstehung des Truppenübungsplatzes und mit dem Gefangenenlager in Oerbke. Die Heidmark – stummer Zeuge von Vertreibung und Faschismus, von Tod und Elend.

Was die meisten deutschen Schüler aus der näheren Umgebung gar nicht wissen, interessierte jetzt Jugendliche aus Russland, Weißrussland und Polen. Der Bad Fallingbosteler Friedensaktivist Egon Hilbich bot vor der Ostenholzer Kirche Anschauungsunterricht mit bunten Legosteinen und Spielzeugpanzern. Die Jugendgruppe erfuhr im Open-Air-Unterricht das Wichtigste über die Umsiedlung der Bauern, die Einrichtung des Platzes und die Besonderheiten im heutigen Ostenholz. Selbst Details, wie zum Beispiel der erste Schuss auf dem Platz im Mai 1936, stießen auf offene Ohren.

Nicht nur die Gäste fanden diese Art von Geschichtsunterricht spannend. Auch Arne Hilbich, einer der Macher im Jugendcamp, freute sich: „Ich dachte, das wird schwierig, aber die Leute sind superfit, interessiert und löchern uns mit Fragen.“ Neben der Station in Ostenholz stand auch noch die Gedenkstätte am ehemaligen Kriegsgefangnenlager in Oerbke auf dem Programm.

2 Bilder

Geschichte unter freiem Himmel: Egon Hilbich (rechts) erklärt den Teilnehmern des Jugendworkcamps vor der Ostenholzer Kirche die Entstehung des Truppenübungsplatzes. Mit Legosteinen (kleines Bild) veranschaulicht er die Vertreibung der Heidebauern.

(c) Walsroder Zeitung

Time to say Good-bye

Der Moment des Abschieds rückt unaufhaltsam näher... Während die Weißrussen schon im Zug nach Minsk sitzen, schaut sich der Rest der Gruppe noch zusammen die letzten Ergebnisse der "working groups" an. So z.B. eine richtig tolle Fotoshow von Shir und Gal (Danke!) mit den schönsten Momenten des Camps: die gemütlichen und lustigen Abende im Nachtcafé mit Karaoke oder live Musik :) , die Ausflüge nach Hamburg und Celle oder die Arbeit in den einzelnen Gruppen. Insgesamt eine schöne Erinnerung an die gemeinsame Zeit im Workcamp, die eigentlich viel zu schnell vorbei ging. Was bleibt sind viele interessante und wertvolle Erlebnisse, neue Freundschaften, auch über Grenzen hinweg, und das gute Gefühl, eine (hoffentlich nicht) einmalige Erfahrung gemacht zu haben.

Rieke aus Uelzen

Jugendliche aus sieben Nationen forschen in Bergen-Belsen

Auf den Spuren der Geschichte - Jugendliche aus sieben Nationen forschen in Bergen-Belsen
Von Karen Miether (epd)
Bergen-Belsen/Kr. Celle (epd). Hanna Brockmann gräbt mit der Schaufel am Rande der Hauptstraße des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen. "Man kann mehr aus der Geschichte lernen, wenn man praktisch etwas macht", sagt die 17-Jährige aus Niedersachsen. Gemeinsam mit 50 anderen Jugendlichen aus sieben Nationen will sie herausfinden, ob die überwucherte Straße breiter ist, als bisher angenommen. Die jungen Menschen versuchen zu begreifen, damit sich Vergangenes nicht wiederholt.In dem Konzentrations- und Kriegsgefangenenlager wurden mehr als 70.000 Menschen ermordet oder gingen an Hunger, Durst und Seuchen zugrunde. "Spuren sind hier lange Zeit eher verdeckt als erforscht worden", sagt Gedenkstättenleiter Thomas Rahe. Doch, was die Jugendlichen seit vielen Jahren mit ihren Ausgrabungen im Kleinen machen, wird im kommenden Jahr auch im Großen umgesetzt sein. Die Gedenkstätte wird bis dahin für 12,5 Millionen Euro grundlegend neu gestaltet.Die Architekten wollen mit Sichtschneisen und Bepflanzungen die Topografie des Lagers wieder kenntlich machen. Der Bau eines neuen Ausstellungsgebäudes ist in vollem Gange. "Wir werden viel mehr Originalobjekte haben, als bisher", sagt Rahe. Vieles hätten Überlebende zur Verfügung gestellt. Doch auch die Ausgrabungen der Jugendlichen sollen ihren Platz finden.Zum 12. Mal haben christliche und gewerkschaftliche Jugendverbände in diesem Jahr das Workcamp organisiert, das noch bis Sonnabend andauert. In einem Lagerraum der Gedenkstätte zeigt Archäologin Juliane Hummel den Teilnehmern aus Ländern wie Polen, Deutschland oder Israel, was in den Vorjahren zu Tage befördert wurde: Münzen aus allen europäischen Ländern, eine kunstvoll gearbeitete Gürtelschnalle oder ein Stück rostiger Stacheldraht. 2.270 Fundstücke hat Hummel inventarisiert und in den Kartons lagern weitere. "Gemessen an den vielen Menschen, die hier waren, ist das lächerlich wenig", sagt die Archäologin.Volker Walpuski von der Camp-Organisation überlegt, wie die Jugendlichen sich künftig mit der Geschichte auseinandersetzen können. Schon jetzt bieten die Veranstalter mit Zeitzeugen-Gesprächen, Kunst-, Tanz- und Internet-Gruppen andere Methoden an. Die Camps unter Schirmherrschaft des niedersächsischen Kultusministers müssten weiter laufen, auch wenn es nichts mehr auszugraben gebe. Bei Gesprächen über Alltagsthemen falle manches Vorurteil, sagt Walpuski: "Das ist genauso wichtig wie die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit."
(epd Niedersachsen-Bremen/b0977/12.04.06)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

Freitag, April 14, 2006

Jugendliche erkunden Historie des Lagers Bergen-Belsen

33 Jugendliche aus sieben Ländern arbeiten derzeit auf dem Gelände des ehemaligen Lagers Bergen-Belsen. Bei dem Internationalen Jugendworkcamp versuchen sie, Grundrisse freizulegen und sich dem unbegreiflichen Geschehen auf künstlerische Weise zu nähern.

Das Camp wird organisiert von der Gewerkschaft Verdi, dem CVJM-Landesverband Hannover und dem evangelischen Kreisjugenddienst Laatzen-Springe. Volker Walpuski, der die Leitung innehat, verweist auf zehn ehrenamtliche Mitarbeiter, deren unverzichtbare Hilfe das Camp ermögliche. Ihm zur Seite steht Jan-Hinnerk Scholljegerdes als weitere hauptamtliche Kraft.
Die jungen Leute arbeiten ganz praktisch, indem sie mit Schaufel und Hacke versuchen, Fundamente freizulegen oder die Breite der ehemaligen Lagerstraße festzustellen. „Wir begrüßen das Engagement der Jugendlichen”, betont Christian Wolpers. Er ist für die pädagogische Arbeit in Bergen-Belsen verantwortlich. Nach seiner Ansicht helfen die Jugendlichen ganz praktisch durch ihre archäologische Arbeit, zum anderen werden sie als Multiplikatoren das Anliegen der Gedenkstätte in ihren Heimatländern verbreiten.
Und das fruchtet offenbar. „Ich habe festgestellt, dass die Deutschen heute die Neo-Nazis genauso hassen wie wir”, sagt der 17-jährige Almag, der in Israel zu Hause ist. Er beteiligt sich an den Ausgrabungen. Sechs andere Jugendliche studieren Zeichnungen von Gefangenen der Konzentrationslager und versuchen ihre Botschaft zu interpretieren. Dann bringen sie selbst Zeichnungen zu Papier. So wollen sie anderen ihre Empfindungen mitteilen.
Diplom-Pädagoge Andreas Mischkok, der das Projekt künstlerisch begleitet, sieht in dem unverkrampften Umgang der Jugendlichen an dieser Stätte keine Geschmacklosigkeit. „Kreativität und Lockerheit sind ein möglicher Ansatzpunkt, Jugendliche für die Ziele des Workcamps zu motivieren”, sagt er. Die seien in erster Linie auf Demokratie, Frieden durch Völkerverständigung und Abbau von Vorurteilen gerichtet, erklärt Walpuski.

Unter der Anleitung von Jan-Hinnerk Scholljegerdes (vorn) graben die Jugendlichen bei dem Workcamp Teile der ehemaligen Lagerstraße von Bergen-Belsen aus.

(c) Udo Genth, Cellesche Zeitung

Interview mit dem Zeitzeugen Herrn Lefkovits

Wann und wie sind Sie in Bergen-Belsen angekommen?

"Ich kam im Januar 1945 mit meiner Mutter aus Ravensbrück. Wir kamen mit dem Zug bis Celle und gingen dann im Todesmarsch nach Bergen-Belsen. Wir waren sehr schwach und hatten keine Kraft, dadurch starben viele Menschen. Auf dem Todesmarsch wurde ich von einem Mädchen, dass ich aus der Slovakei kannte, auf dem Rücken getragen, weil ich mehr nicht laufen konnte. Das Mädchen war ungefähr 16 Jahre alt. "

Was haben Sie die ganze Zeit in Bergen-Belsen gemacht?
"Wir haben nichts gemacht und nur in den Baraken gesessen. Wenn wir rausgegagen sind,was sehr gefährlich war, sind wir entweder zur Latrine gegangen oder wir sind etwas trinken gegangen. Das war alles sehr schwer, weil wir alle krank waren und Typhus hatten."

Was haben Sie gegessen und getrunken?
"Wir hatten nichts, aber es gab Wasserbecken, die entweder so dreckig waren, dass wenn man davon getrunken hätte, gestorben wäre, oder es war verboten. So musste man sich entscheiden ob man verdursten wollte oder am dreckigen Wasser sterben wollte."

Glauben Sie, dass es Ihrer Mutter geholfen hat zu überleben, weil Sie bei ihr waren?
"Ja, natürlich, weil sie sich um mich kümmern konnte und sie einen Grund hatte weiter zu leben. Ich habe mich dadurch beschützt und geborgen bei meiner Mutter gefühlt, was mir das Leben erleichtert hat."


Was haben Sie in dem Moment, als Sie befreit wurden, gefühlt?
"Ich habe eigentlich gar nichts gefühlt, als das Lager von den Briten befreit wurde. Wir waren auch zu schwach, mit einigen anderen aus der Baracke zu gehen. Wir hatten nach der Befreiung am 15. April 1945 auch immer noch kein Wasser. Der eigentliche Tag der Befreiung war für mich 48 Stunden später, am17. April 1945, weil wir endlich wieder Wasser hatten."

Was passierte mit Ihrem Bruder?
"Mir wurde erzählt, dass er in Ravensbrück starb, aber erst 4 Tage vor der Befreiung. Ich habe später jemanden getroffen, der ihn noch als letztes vor seinem Tod gesehen hat."

Können Sie uns mehr über Ihren Bruder erzählen?
"Ich erinnere mich, dass wir in ein Waisenhaus geschickt wurden,weil unsere Eltern uns so schützen wollten. Ich war erst 7 und mein Bruder war 13. Er hat mir gesagt, dass er nicht hier bleiben will, sodass er mich an die Hand nahm und wir wegliefen, bis wir zu Hause waren.
Lange Zeit später, nach dem Krieg, erzählte mir eine Frau aus dem Waisenhaus, dass alle Kinder aus dem Waisenhaus, sie waren 17 Kinder, nach Theresienstadt gebracht wurden und überlebten, alle außer mein Bruder."

Was fühlen Sie, wenn Sie heute nach Bergen-Belsen gehen? Finden Sie, dass z.B. einige Baracken wieder aufgebaut werden sollten?
"Ich fühle nichts, und ich finde nicht, dass hier wieder irgendwas aufgebaut werden sollte. Ich finde es gut wie es jetzt ist."


Vielen Dank für das Interview. Wir haben auch noch viel mehr Fragen, aber leider keine Zeit mehr. Wir wünschen ihnen ein gesundes und langes Leben.

Interview with Mr Lefkovits

When and how did you came to Bergen-Belsen?
"I came in January 1945 with my mother to Ravensbrück. We arrived in Celle by train and then the death march to Bergen-Belsen began. We were very weak and had no power and because of that many people died. On this death march I was carried by a girl I new from Slowakia, because I was not able to walk anymore. The girl was ca. 16 years old."

"What did you do during your time in Bergen- Belsen?"
"We did not do anything except sitting in the huts. When we walked outside, which was very dangerous, we either walked to the latrine oder drank something. All of that was very hard, because everyone was ill and had typhus."

"What did you eat and drink?"
"We didn't have anything, but there were waterbasins, which where so dirty, that if somebody would have drank from them, he would either have died or it was forbidden. So you had to decide if you want to die because of the dirty water oder because of thirst."

"Do you think the fact that you have been with your mother, helped her to survive?"
"Yes, of course, because she had to care for me, which gave her a reason to try to survive. For me it was the reason that I felt protected by my mother, which made live easier for me."

"What did you feel in the moment of the liberation?"
"I did not feel anything, when the camp was liberated by the English Army. We were even to weak to go with some others out of the huts. After the liberation on the 15th April 1945 we still had no water. The real day of the liberation for me was 48 hours later, on 17th April 1945, when we finally got some water."

"What happened to your brother?"
"Somebody told me that he died in Ravensbrück, four days before the liberation. Later I met somebody who was probably the last one who met him before he died."

"Can you tell us more about your brother?"
"I remember, that we were send to an orphanage, because our parents wanted to protect us. I was only 7 and my brother was 13 years old. He told me that he does not want to stay any longer, so we ran away until we reached our home. Later, after the war, a woman from the orphanage told me that all 17 children who lived in the orphanage survived, all, except my brother."

"What do you feel today when you go to Bergen-Belsen and do you think that some huts for example should be rebuilt again?"
"I do not feel anything and I do not think that anything should be rebuilt here again. I think it is good as it is."

Thank you very much for the Interview. We still have a lot of qustions, but unfortunately no time left. We wish you a healthy and long live.

(Annika from Germany, Niva from Israel)

Wir in der Tagesschau

Heute fand die Gedenkfeier der AG auf der Rampe statt. Dabei haben auch wir einen Beitrag geleistet - eine Bewegungsformation, erstellt von Helen De Lon. Anwesend war auch die 'echte' Presse - und es wird gemunkelt, dass wir heute in der Tagesschau präsentiert werden. Jetzt müssen wir erstmal weiterarbeiten - eine Präsentation der Arbeitsergebnisse ist noch vorzubereiten, ein Karfreitagsgottesdienst wird noch angeboten und heute Abend werden wir uns dann noch gegenseitig die Arbeitsergebnisse vorstellen.

Cornelia

A small dictionary


In our workcamp were representatives from seven different countries so there were seven different languages. In spite of that there weren't any problems with communication, because from the beginning here was a fantastic atmosphere. We were singing together, laughing and talking a lot.When we didn't know some words we were gesticulating and trying to show that by using our bodies or describing that in other ways and words. Sometimes it was funny and comic. We were also learning some words or sentences in each language e.g: „hallo“ or „very good“. We decided to prepare a small dictionary, where are translated some words into each language. So...

English: Good morning
German: Guten Morgen
Polish: Dzień dobry
Lithuanian: Labas rytas
Slowakian: Dobrè ràno
Russian: Доброе утро (dobroje utro)
Belorussian: Прыбітане (prywitanje)
Hebrew: Boker Tov


English: Very good
German: Sehr gut
Polish: Bardzo dobrze
Lithuanian: Labai gerai
Slowakian: VeĬmy dobrý
Russian: Oчень хoрoшо (oczjeń haraszo)
Belorussian: Вельмi добра (wjelmi dobra)
Hebrew: Tov Me´od



English: The Workcamp was fantastic.
German: Das Workcamp war fantastisch.
Polish: Warsztaty były fantastyczne.
Lithuanian: Darbo stovykla buro fantastiška.
Slowakian: Tàbor bol fantastický.
Russian: Workcamp – это фантастика. (Workcamp-szto fantastika)
Belorussian: У Workcamp было добра. (U Workcamp bylo dobra)
Hebrew: Machane HaAvoda Haya Nehedar.



English: People here are really nice.
German: Die Leute hier sind wirklich nett.
Polish: Ludzie tutaj są bardzo mili.
Lithuanian: Čia yra fantastiški žmonés.
Slowakian: Tu sú vàžne veĬmy milý Ĭudia.
Russian: Зgесь только мнлые людн. (Zdjes tolko milyje ljudi)
Belorussian: Людзі тут былі прыемныя. (Ljudei tut byli pryjemnyja)
Hebrew: Anashim poe nora nechmadim.



English: I love you
German: Ich liebe dich
Polish: Kocham cię
Lithuanian: Asz milu tawia
Slowakian: Ľùbim ťa
Russian: Я люблю тебя (ja ljublju tjebja)
Belorussian: Я цябе кахаю (ja cjabje kachaju)
Hebrew: Ani Ohev(speaker: Boy) Otach(to a girl) \ Ani Ohevet(speaker:girl) Otcha(to a boy)



Ola Wasil and Anita Olejniczak from Poland

Donnerstag, April 13, 2006

Treffen mit Herrn Lefkovits

Das war der Donnerstag: Wir kamen gerade nach Bergen Belsen. Unsere Gruppe "Zeitzeugen" darf heute Herrn Lefkovits kennenlernen. Als wir unseren Raum besetzt hatten, begannen wir uns darauf vorzubereiten - uns Fragen auszudenken.
Als er kam, war ich total beeindruckt, wie er aussah. Ich hatte ihn mir ein bißchen anders vorgestellt. Wir haben uns zuerst kennengelernt und dann begann unser Gespräch. Das gespräch war für mich sehr interessant. Wir haben über dieses Konzentrationslager geredet und er hat uns erzählt, wie es ihm während des Lagers ging und was er fühlte.
Dann hat er erzählt, wie er die Befreiung gefühlt hat.
Als wir alle zusammen zum Mittag gegangen sind, haben wir noch über viele Themen gesprochen: über Irak und Amerika, über das Leben im Ausland und über die Rolle solcher Workcamps. Ich fragte ihn auch: "Was denken Sie darüber Baracken zu rekonstruieren?" Diese Frage war für mich sehr interessant, weil in Bergen belsen keine Baracke übrig geblieben ist. Und ich dachte es wäre interessant, eine Baracke vom Grund nachzubauen, damit die Besucher sehen können, wie es früher im Lager war. Aber die Antwort war: "Ich denke, wir müssen hier kein "Hollywood" machen. Es muss alles so sein, wie es ist. Es ist die Geschichte."

Ich finde dieses Gespräch am Donnerstag, den 13.04.2006sehr erfahrungsvoll und wissenswert. Ich meine damit, dass ich viel Neues erfahren habe und mich sehr freue an diesem Camp teilzunehmen. Ich bekomme so viele interessante Informationen, die ich in Russland nie bekommen würde.

Nikolay

Hamburg through Israeli eyes

Walking alone in a strange city is almost never a pleasent experience, especially if you're two teenage girls... But it's even more frightening to be two Israeli teenage girls... About a week before we came here we were taken for a security brief-instructions how to behave, what to do and say, but mostly - what not to do; don't wear T-Shirts with Hebrew on them, don't speak Hebrew in a public place. Basically - don't let anyone know you're an Israeli and a Jew.
For about an hour we had to listen to various horror stories of kids who got into trouble because they "didn't follow the rules".
So it happened that when we were finally here, we found ourselves two girls, who aren't even used to the Israeli cities, in Hamburg.
Every little thing looks suddenly like a dangerous threat, the stories that from back home looked like a funny historical exageration became very possible.
The European countries in general are very weird for us. We come from a country in which a small trip to the market will require you to go through at least two security guards. Here even the malls don't have security guards, no one cares about these things like people do in Israel.
You cannot even start to imagine the amount of security we have in Israel, and we find it ordinary and acceptable to go through so many security checks when we want to go out to a café or a restaurant.

It's like millions of light years separate the Israeli mentality concerning the subject of security from the European one. When we got an explanation yesterday about the NATO army base it was said that the army is very strong inside Germany. In Israel it's not only strong, it's one of our main industries and it's one of the main things in our life. If you live in Israel you are most likely to have a connection to the army, it may be strong or weak, but it's there.

The point is - it's better in Europe.

Auschwitz is also a city!

Oświęcim is a city situated on the south of Poland. It has got a long and rich history, but it is famous all over the world from only one event: the genocide in the concentration camp Auschwitz-Birkenau.
At the beginning the Nazis commisioned it built for the political prisoners. It began to start on 14th June, 1940, when was the first transport of Polish political prisoners arrived to the camp. Next it was changed into the extermination camp.The concentaration camp consists of three parts: Auschwitz I, Auschwitz II-Birkenau and Auschwitz-Monowitz and also 40 sub-camps.
In this camp took place the greatest mass murder in history of humanity: the extermination of Jews, Gipsies, Poles, homosexuals, disables, children ect., was managed by using gas chambers and crematoriums. It was a place full of hungry, suffer, pain and death. About 1,5 million of people died here. The Red Army soldiers liberated prisoners on 27th January, 1945. On the 2nd July, 1947 the camp began the Auschwitz-Birkenau State Museum.
A lot of people think that Oświęcim is only a camp, but it isn't correct. Auschwitz is only a part of this city. There is a big controversy about the name of this town. Many people think that it is Auschwitz, but truly it is Oswiecim. Auschwitz is the name of concentracion camp and of this town from the Second World War. Oświęcim has got a rich history (from the middle-ages), but people talking about Auschwitz are only thinking of the camp and that is a big mistake.
In Oswiecim there is normal life like in other cities. Here are few settlements, an old town with a townhall and a market sqare and picturesque places next to the river. People can spread their passions and skills, e.g. there is an olympic swimming pool and a modern ice field. In the evenings they could go to the pubs or discos. Here is a cultural centre with a cinema and
a theatre. This is a place, where proceed the most important events in town and where young people can meet and do some things together.
Oświęcim doesn't forget about past, because a history is the biggest teacher, the town also looks into the future. That's why there have been established special buildings there e.g. The International Youth Meeting Center and Centre of the Dialogue and Prayer. The main presumption of the IYMC is to widen knowlege about the second world war, problems with rascism, neonacism and other contemporary problems. That house is organizing many meetings with young people from all over the world, because they should learn about history and have to know that very nessesary thing is to do everything to don't commit this tragedy again.
It is very important to remember what has happend in Oświęcim, but everybody should know that it is a normal city, beautiful, bustling with life .

(Ola Wasil and Anita Olejniczak from Oświęcim/Poland)


Auschwitz ist auch eine Stadt!

Die Stadt Oświęcim liegt im Süden von Polen. Sie hat eine lange und reiche Geschichte, ist in der ganzen Welt allerdings auch berühmt für ein Ereignis: der Genozid im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Ursprünglich wurde das Lager von den Nazis für die Inhaftierung von politischen Gefangenen gebaut.
Es begann am 14. Juni 1940, als der erste Transport politischer Gefangener im Lager ankam. Wenig später wurde es in ein Vernichtungslager umgewandelt. Das Konzentrationslager besteht aus drei Teilen: Auschwitz I, Auschwitz II-Birkenau und Auschwitz-Monowitz und weitere 40 Außenlager. An diesem Ort fand der größte Massenmord der Menschheitsgeschichte statt: die Ermordung von Juden, Sinti und Roma, Polen, Homosexuellen, Behinderten, Kindern usw., wurde mit Hilfe von Gaskammern und Krematorien durchgeführt. Es war ein Ort des Hungers, der Entbehrungen, der Schmerzen und des Todes. Über 1,5 Millionen Menschen starben hier. Die Soldaten der Roten Armee befreiten die Gefangenen am 27. Januar 1945. Am 2. Juli 1947 wurde das Staatsmuseum Auschwitz-Birkenau eröffnet.
Viele Menschen denken, dass es in Oswiecim nur aus dem Konzentrationslager besteht, aber dies ist nicht richtig. Auschwitz ist nur ein Teil der Stadt. Es gibt sogar eine große Kontroverse über den Namen der Stadt: viele Menschen glauben, dass die Stadt Auschwitz heißt, aber in Wirklichkeit heißt sie Oświęcim. Auschwitz ist der Name des Konzentrationslagers und der Name der Stadt während des Zweiten Weltkrieges. Oświęcim hat eine reiche Geschichte (seit dem Mittelalter), doch die Leute denken bei Auschwitz immer nur an das Konzentrationslager, aber das ist ein großer Fehler.
In Auschwitz gibt es ein normales Leben, wie in anderen Städten auch. Es gibt ein paar Siedlungen, eine Altstadt mit einem Rathaus, einem Marktplatz und malerischen Plätzen am Ufer des Flusses. Die Menschen können ihre Leidenschaft und ihr Geschick ausleben, z.B. gibt es hier eine Olympiaschwimmhalle und eine moderne Schlittschuhhalle. Abends kann man in Pubs oder Diskos gehen. Es gibt ein Kulturzentrum mit einem Kino und einem Theater. Dort finden die wichtigsten Events der Stadt statt, bei denen sich die Jugendlichen treffen und etwas unternehmen können.
Oświęcim vergisst die Geschichte nicht, weil die Geschichte der beste Lehrer ist, die Stadt schaut aber auch in die Zukunft. Darum wurden verschiedene Gebäude eingerichtet, wie zum Beispiel das International Youth Meeting Center und das Centre of the Dialogue and Prayer. Die Hauptaufgabe des IYMC ist die Aufklärung über den Zweiten Weltkrieg, Probleme des Rassismus, Neonazismus und andere heutige Probleme. Das Haus organisiert viele Jugendbegegnungen mit Jugendlichen aus der ganzen Welt, damit sie von der Geschichte erfahren und lernen, dass das Wichtigste ist, eine erneute derartige Tragödie zu verhindern.
Es ist sehr wichtig, sich zu erinnern, was in Oświęcim passiert ist, aber jeder sollte außerdem wissen, dass es ein normales, schönes und lebendiges Leben in der Stadt gibt.

Ola Wasil und Anita Olejniczak aus Polen (aus Oświęcim)

Working in the groups

All members of our workcamp had been shared into seven different groups. Each group has its own tasks and works separate. In each group are about four members and one or two teamers, who can help and advise.

Kinds of groups:
ARCHIVE GROUP – interviews with survivors, work with old documents and photos
WORKING OUTSIDE GROUP – uncovering on the grounds of concentration camp in Bergen-Belsen and looking for remains of the past
ART GROUP – work with paintings of prisoners, to get to know their feelings, drawing own pictures of camp's subject
DANCE GROUP – dancing and trying to express own feelings
ACTUAL TOPIC GROUP – talking about difficult problems related to the concentration camp
DOCUMENTARY GROUP – work similiar as journalist's job: writing about all events of workcamp, recording other people and putting that on the radio etc.


REFLECTIONS OF MEMBERS


Cora (Germany) from
ARCHIVE GROUP

What is your first impression about work in your group?
It's very interesting, we have many ideas about work of our group.
Why did you choose this group?
It's fascinating and hard to think about the time after the liberation of concentration camp, about living in a camp etc.
Describe in a short way how looks the work of your group.
Now we are talking to each other about our ideas, we are looking at texts, photos and reports of people who survived.
Do you think that this work is necessary and will bring you any profits?
Yes, I think it's very important to know the history of this place and don't forgive that. I learnt a lot of necessary information.

Sigis (Litwa) from WORKING OUTSIDE GROUP

Describe in short way how looks the work of your group.
Now we are digging in the ground and looking for the main road of conetration camp.
Why did you choose this group?
I like working outside and doing, not only talking about boring things.
Do you think that this work is necessary and will bring you any profits?
The view of camp will be different when the job will be done, because here will be the real road, which was here many years ago.


Olja (Belarus) from ART GROUP

What is your first impresion about work in your group?
I'm vey happy that I'm in this group. We have people from different countries: from Israel, Poland, Lithuania, Belarus.
Why did you choose this group?
I think it's very intersting to see and to get to know how people lived in this camp and how they described their feelings on the pictures.
Describe in short way how looks the work of your group.
We are spending a lot of time togehter, each person choosed a picture and talk opinion about that.

Pawel (Poland) from DANCE GROUP

What is your first impresion about work in your group?
We are doing very interesting and untypical things. I'm happy that I can work here.
Describe in short way how looks the work of your group.
Trouly we are not only dancing, but we are preparing two performances with dance and music, like small musical. We will show one on the stage in Bergen-Belsen and one in our house for members.
Do you think that this work is nessesary and will bring you any profits?
I think every thing we are doing in workcamp is nessesary and profitable for all people who are here.

Julia (Russia) from ACTUAL TOPIC GROUP

Why did you choose this group?
I'm interested in this subject, I want to get to know other minds and opinions of people who are with me in this group.
Describe in short way how looks the work of your group.
We are talking about important problems of camp and stereotypes in context of events which were here about 60 ago. We are discusing about this things and trying to find common opinions.

Ola (Poland) from DOKUMENTARY GROUP

What is your first impresion about work in your group?
I'm glad that I'm in a dokumentary group, because I'm really interested in this kind of work. I want to be a journalist, so this is a great experience.
Describe in short way how looks the work of your group
We met person who works in the radio station and he is teaching us how work with specialistic equimpent like dictaphones, microphones etc.We are also describing work of others groups.
Do you think that this work is nessesary and will bring you any profits?
Yes, because every thing I'm doing here now is important for me and I would use that in the future.


Anita Olejniczak from Poland




Arbeiten in den Gruppen


Alle Teilnehmer des Workcamps wurden in sechs verschiedene Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bearbeitet eigene Aufgaben. In jeder Gruppe sind ungefähr vier Teilnehmer und ein oder zwei Teamer, die helfen und Tipps geben können.

Die verschiedenen Gruppen:
ARCHIVGRUPPE – Interviews mit Überlebenden, Arbeit mit alten Dokumenten und Fotos
AUßENGRUPPE – auf dem ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen graben und nach Überresten der Vergangenheit suchen
KUNSTGRUPPE – Arbeit mit Bildern von ehemaligen Gefangenen, um ihre Gefühle kennenzulernen, eigene Bilder zum Thema malen
TANZGRUPPE – Tanzen zum Ausdruck der eigenen Gefühle
AKTUELLESGRUPPE – Diskussion über verschiedene aktuelle Probleme, die mit dem Konzentrationslager zusammenhängen
DOKUMENTATIONSGRUPPE – ähnlich Arbeit wie Journalisten: über die Erlebnisse im Workcamp berichten, andere Teilnehmer interviewen, Radioclips herstellen usw.


REFLEXION VON TEILNEHMERN


Cora (Deutschland) aus der ARCHIVGRUPPE


Wie ist dein erster Eindruck von der Arbeit in deiner Gruppe?
Es ist sehr interessant, wir haben viele Ideen über die Arbeit unserer Gruppe.
Warum hast du diese Gruppe gewählt?
Es ist faszinierend und schwierig sich die Zeit nach der Befreiung des Konzentrationslagers und sich das Leben im Lager, usw vorzustellen.
Beschreibe kurz, wie eure Arbeit aussieht.
Bisher haben wir uns über unsere Ideen und Vorstellungen ausgetauscht, wir haben Texte, Fotos uns Berichte von Überlebenden angesehen.
Denkst du, dass diese Arbeit wichtig ist und du davon profitieren kannst?
Ja, ich denke, dass es sehr wichtig ist, die Geschichte dieses Ortes zu kennen und nicht zu vergessen. Ich habe viele neue Informationen bekommen.

Sigis (Litauen) aus der AUßENGRUPPE

Beschreibe kurz die Arbeit in deiner Gruppe.
Wir graben, um den Verlauf der alten Lagerstraße des Lagers herauszufinden.
Warum hast du diese Gruppe gewählt?
Ich arbeite gerne draußen und arbeite gerne praktisch, nicht nur langweilige Gespräche.
Denkst du, dass diese Arbeit wichtig ist und du davon profitieren kannst?
Der Blick auf das Lager wird sich verändern, wenn wir mit unserer Arbeit fertig sind, da wir dann den Verlauf der wirklichen Lagerstraßen sehen können.

Olja (Weißrussland) aus der KUNSTGRUPPE

Wie ist dein erster Eindruck von der Arbeit in deiner Gruppe.
Ich bin sehr glücklich, in dieser Gruppe zu sein. Wir Teilnehmenden der Gruppe kommen aus verschiedenen Ländern: Israel, Polen, Litauen, Weißrussland
Warum hast du diese Gruppe gewählt?
Ich denke, dass es sehr interessant ist zu sehen, wie Menschen, die in diesem Konzentrationslager lebten, ihre Gefühle in Bildern ausdrückten.
Beschreibe kurz, wie eure Arbeit aussieht?
Wir verbringen viel Zeit zusammen, jeder hat ein Bild ausgewählt und seine Meinung zu diesem Bild, den anderen mitgeteilt.

Pawel (Polen) aus der TANZGRUPPE

Wie ist dein erster Eindruck von der Arbeit in deiner Gruppe?
Wir machen sehr interessante und untypische Dinge. Ich bin glücklich, dass ich hier arbeiten kann.
Beschreibe kurz, wie eure Arbeit aussieht.
Ehrlichgesagt tanzen wir nicht nur, sondern bereiten auch zwei Vorführungen mit Tanz und Musik, wie kleine Musicals, vor. Wir werden dies in Bergen-Belsen und unserer Gruppe vorführen.
Denkst du, dass diese Arbeit wichtig ist und du davon profitieren kannst?
Ich denke, dass alles was wir im Workcamp machen wichtig und bedeutend ist.

Julia (Russland) aus der AKTUELLESGRUPPE

Warum hast du diese Gruppe gewählt?
Ich bin an diesem Thema interessiert und möchte außerdem die Gedanken und Meinungen der anderen Teilnehmer meiner Gruppe kennenlernen.
Beschreibe kurz, wie eure Arbeit aussieht?
Wir sprechen über wichtige Probleme des Camps und über Stereotype im Kontext der Ereignisse, die hier vor 60 Jahren stattfanden. Wir diskutieren darüber und versuchen gemeinsame Ergebnisse zufinden.

Ola (Polen) aus der DOKUMENTATIONSGRUPPE

Wie ist dein erster Eindruck von der Arbeit in deiner Gruppe?
Ich bin zufrieden, in der Dokumentationsgruppe zu sein, da mich diese Art von Arbeit sehr interessiert. Ich möchte Journalist werden und somit ist dies eine große Erfahrung für mich.
Beschreibe kurz, wie eure Arbeit aussieht.
Wir haben einen Mann getroffen, der in einer Radiostation arbeitet und der uns beigebracht hat, wie man mit der besonderen Technik, wie Mikrophone und Diktiergeräte usw umgeht.
Denkst du, dass diese Arbeit wichtig ist und du davon profitieren kannst?
Ja, denn alles, was ich hier mache, werde ich in Zukunft gebrauchen können.

Anita Olejniczak aus Polen

Neues aus dem Teamerraum

In Ehrlichkeit


Da hör' ich die Uhr erklingen...
eilig aus dem Bette springen!
... schnelles Anziehen - ohne duschen
spring' ich hastig in die Puschen.
Absprachen treffen, reden, planen...
dabei neue Wege bahnen.
Das Planungsende ist noch weit
- für'n Kaffee bleibt da keine Zeit!
Ach ... wie schön jetzt Kekse wären
- ich darf keine Zeit entbähren!
Nun eben zum Frühstück laufen
10 min!!!! ... dann einkaufen.
Und dann in die Arbeitsgruppen
vorher noch das Zimmer schruppen.
So, die Arbeit kann jetzt starten!
Bloß nicht noch auf irgendwas warten.
Dann die kurze Mittagszet
zur Weiterarbeit stets bereit...
Und nach'nem arbeitsreichen Nachmittag
... ein Abendbrot - was ich nicht mag
Man glaubt es nicht - o wei!
... dickes gelbes Senfei.
Schnelle noch die Küche putzen
... die gesparten 5 min nutzen...
Bei allen alles okay?
Ich hab' Kopfweh!
Zum Schlafen bin ich bereit!
Hab' ja jetzt 2 Stunden Zeit!!

Recap/Rückblick

Well it's been a few very interesting days. It started out a bit, ok, a lot awkward.
We, or rather I, didn't really know how to take everything and everyone.
the fact that some of us don't know English didn't help any. We were glued to those we knew at first but I think that the first "Nacht Cafe" was the ice breaker. We sat there and Becker (Jack) was playing his guitar when Volker joined us and then Jan and people just kept on coming and started singing with us. Since that second night, the first one in the Anne Frank house it just kept getting better and it still is. I never in my most optimistic dreams (i'm a hopeless pasimist) thought i'll get so attached to the people in here seeing as, as much as we may deny it, we, the Israelies are very different in our culture and behaviour from the European, but I did and if it wasn't for my friends at home I would gladly stay here much longer (with everyone, not alone!).

Anyhow, I really enjoy spending time with everyone. They are all amazingly nice and kind and are both very interested in everything that's going on in Israel and also have very interesting things to tell us about their own countries. I never thought i'll be able and better yet, want, to talk so much about politics and the army but I do and I enjoy it.

So it's about to end, I promise, but I have to say something about the shopping. So many shops, both in Hannover and in Hamburg. Too bad every little thing costs about 20 NIS so almost eveything we bought up until now are gifts to our friends and we're not finished yet but I do have to admit that I could live here with all the soft fuzzy (llama?) thingies everywhere.

And in order to end this excrutiatingly long post i'll tell you this-
Nacht Cafe Rulez =P

(Gal from Israel)



Ja, es waren ein paar sehr interessante Tage. Es begann ein bischen, ok sehr, komisch.
Wir, oder vielmehr ich, wussten nicht wie wir mit allem und allen umgehen sollten. Die Tatsache, dass nicht alle Englisch sprechen hat nicht gerade geholfen. Wir klebten mit denen zusammen, die wir als erstes kannten, aber ich denke, dass das erste „Nachtcafe“ das Eis gebrochen hat.
Wir saßen dort und Becker (Jack) spielte Gitarre, als erst Volker, dann Jan und schließlich auch andere Leute zu uns kamen und begannen mit uns zu singen. Seit dieser zweiten Nacht, der ersten im Anne Frank Haus, wurde alles immer besser und ist es immernoch.
In meinen optimistischsten Träumen (und ich bin ein hoffnugsloser Pessimist), dachte ich nicht, dass ich den Leuten hier so nah kommen würde. Denn, auch wenn wir es nicht zugeben möchten, unterscheiden wir, die Israelis, uns in unserer Kultur und unserem Verhalten von den Europäern. Doch mittlerweile würde ich, wären da nicht meine Freunde zu Hause, gerne länger bleiben (mit allen zusammen, nicht allein!).

Wie auch immer, ich habe die Zeit mit allen sehr genossen. Alle sind sehr sympathisch und freundlich und sind sowohl sehr daran interessiert etwas über Israel zu erfahen und uns gleichzeitig viel über ihre eigenen Länder zu erzählen. Niemals hätte ich gedacht, dass es mir so viel Spass machen würde, mich über Politik und die Armee zu unterhalten.

So, nun ist es an der Zeit, zum Ende zu kommen, das verspreche ich, trotzdem muss ich noch etwas übers Shopping sagen. Es gibt so viele Geschäfte, in Hamburg und Hannover. Schade, dass jedes kleine Ding mehr als 20 NIS (4 Euro) kostet und daher fast alles was wir gekauft haben, Geschenke für unsere Freunde sind. Doch wir sind noch nicht fertig und ich muss zugeben, dass ich hier gut leben könnte mit dem ganzen Krimskrams, den man kaufen kann.

Und um zum Ende diese sehr langen Berichts zu kommen, sage ich, dass das Nacht Cafe rockt =P

(Gal aus Israel)

The Workcamp 05-15.04.2006

About 45 people from seven different european countries met in Germany to learn more about the concentration camp in Bergen-Belsen and to spend some time together.

The beginnings were hard. We were trying to came to an understanding with each other, but the biggest board was the language. Some of us speak only German and some only English. But after a few hours we sat together and started talking and singing some songs and all the boards disappeared.
On each evening we met in the Night Café and had a really good time. All the participants were talking about their hobbies, habits and countries. We were learning some words in each languag, for example: „very good“ and „hello“. The great entertainment was karaoke, when we were singing together a lot of songs in English and German. It was a fantastic idea because the songs everybody knows like “We are the champions“ of Queen or „Let it be“ of the Beatles were connecting people.
The really nice thing are the letters. If we want we can write some words on cards and throw it into a special box. Then our teamers are carrying them and put them into the envelopes which are on the doors of all the participants of the workcamp.
The teamers are organizing very interesting trips for us. We've been in Hannover, Celle and in Hamburg. For some of us it is the only way to see these cities. In Hamburg we were doing some exciting things: we were sailing through the harbour and then we were flying in the balloon. Some of us were sightseeing, another group was watching the miniature world and the last group was in Hamburg Dungeon.
But we are not only playing but also hard working. We have six different groups: dance group, archive group, working outside group, art group, actualities group, documentation group in which we are doing interesting things.
For all of us it is very precious time and experience. We learned not only more about history but also about ourselves.

Ola Wasil from Poland


Ungefähr 45 Personen aus sieben verschiedenen europäischen Ländern treffen sich in Deutschland, um mehr über das Konzentrationslager Bergen-Belsen zu lernen und Zeit zusammen zu verbringen


Der Anfang war schwierig. Wir versuchten uns mit allen zu unterhalten, aber das größte Hindernis war die Sprache. Einige von uns sprechen nur Deutsch und einige nur Englisch. Aber nach einigen Stunden saßen wir zusammen und begannen uns zu unterhalten und einige Lieder zu singen – so verschwanden alle Grenzen.
Jeden Abend treffen wir uns im Gute-Nacht-Café, wo wir eine schöne Zeit verbringen. Alle Teilnehmer sprechen dort über ihre Hobbys, Traditionen und Länder. Wir lernen einige Wörter in verschiedenen Sprachen, wie zum Beispiel: „sehr gut“ oder „hallo“. Eine tolle Unterhaltung war der Karaoke-Abend. Dort haben wir einige Lieder auf Deutsch und Englisch gesungen. Es war eine tolle Idee, weil die Lieder, die jeder kennt, wie zum Beispiel „We are the champions“ von Queen oder „Let it be“ von den Beatles haben die Teilnehmer verschiedener Nationen verbunden.
Sehr schön sind auch die Briefe. Wenn wir möchten, können wir einige Worte auf Karten schreiben und ein ein spezielles Gefäß werfen. Unsere Teamer tragen diese dann aus und stecken sie in spezielle Briefumschläge, die an jeder Zimmertür angebracht sind.
Die Teamer organisieren für uns sehr interessante Ausflüge. Wir waren in Hannover, Celle und Hamburg. Für einige von uns ist dies die einzige Möglichkeit, diese Städte zu sehen. In Hamburg haben wir aufregende Dinge erlebt: wir sind mit einem Schiff durch den Hafen gefahren und wir sind mit einem Fesselballon geflogen. Außerdem hat ein Teil der Gruppe an einer Stadtführung teilgenommen, eine andere Gruppe war in einer Miniaturwelt und die dritte Gruppe hat das Hamburg Dungeon besucht.
Aber wir spielen nicht nur, sondern arbeiten auch. Es gibt sechs verschiedene Gruppen: Tanz, Archiv, Außenarbeit, Kunst, Aktuelles, Dokumentation, in welchen wir sehr interessante Dinge tun.
Für alle ist es eine sehr besondere Zeit und Erfahrung. Wir lernen nicht nur mehr über die Geschichte, sondern auch über uns selbst.

Ola Wasil aus Polen

Mittwoch, April 12, 2006

On the air! (im Radio)

Lukas Sander vom NDR kam am 12.4., um sich die Arbeiten im Außengelände anzuschauen. Seine Eindrücke schildert er für NDR1.

Lukas Sander from NDR came to get an impression of the works outside on 12th of April. He tells in German his perceptions for the broadcasting station NDR1.

Hier ist die mp3-Datei.
Here's the file
(German only, sorry)

RSS-Newsfeed

In cooperation with www.jugendserver-niedersachsen.de we offer a RSS-newsfeed. With a newsreader software you can easily subscribe our news. That's the link:

In Kooperation mit dem www.Jugendserver-Niedersachsen.de bieten wir einen RSS-newsfeed an. Ihr könnt ganz leicht mit einem Newsreader die Neuigkeiten abonnieren. Mehr dazu wie's geht auch auf dem Jugendserver.

http://www.jsnds.de/index.php?id=2703&tx_edrssgenerator_pi1[action]=export_channel&tx_edrssgenerator_pi1[channel_uid]=13

Workcamping

Eine tolle Atmosphäre habe ich im Workcamp vorgefunden. Als wenn alle an einer Sache arbeiten.
Schönes Gemeinschaftsgefühl. Bin schon gespannt auf die vielen Ergebnisse.
Die Podcastgruppe, die ich betreue hat schon einen tollen Jingle fertig und der ist bald im Internet zu hören.
Guido von Radio ZuSa

Sonntag, April 09, 2006

Guten Abend.. Good night ...

So ... ich mach´ mal eben schnell ein Foto von unserem Camp, damit ihr uns mal sehen könnt ...
Kleinen Moment also ...

Good evening to everybody.
... wait a minute please ...

So - da sind wir!!!
... and now: Here we are! Look at the picture ...

Ganz viele Grüße und die besten Wünsche von uns allen nach überall hin!
Best wishes, sunshine and a lot of greetings to everybody ...



Das sind wir also:
Niva, Almog, Elad, Gal, Shir, Ladislav, Zsolt, Blanka, Katarina, Sigitas, Irmina, Kamile, Diana, Nikolay, Elena, Yulia und Yulia, Aleksander, Agata, Aleksandra, Pawel, Anita, Artisom, Yauheni, Veronika, Olja, Cora, Michaline, Hanna, Annika, Volker, Jan-Hinnerk, Stefan, Sebastian, Arne, Andreas, Lisa, Anka, Cornelia, Ilka, Helen, Ulrike, Rike, Rike, Rike und Rike

Samstag, April 08, 2006

english version of today

Now we have again ca. 55 minutes and then will start a big karaokeshow!!! We will use the time inbetween, to give you the latest information:
The day started....... very early. Already at 8:30 everybody had to be there for breakfast - and nearly everybody arrived in time :).

Then the first thematical part of the programme followed. We talked about "April 8th 1945 in Celle". On this day, four days before the allied troups reached the town, it was bombed for the first and only time. By accident, a train with concentrationcamp-prisoners that was standing on a rail siding, was hit. Half of the 4,000 prisoners died, the others fled but were caught during the following days by the SS, SA, HJ and some civilists. Again many prisoners died.

In the afternoon we went to Celle by bus and enjoyed a special guided tour: we got to know places that were important during the NS-time, for example several courts, former jewish magazines, the synagoge and a memorial of April 8th 1945.

After that we went to the railroad ramp, the place were the prisoners of Bergen-Belsen arrived. We had a look over there and finally went back to Oldau.

Now again 38 minutes and the karaokeshow will start.

(Cornelia, Lisa)

Samstag, 8.4. 2006

Brandaktuell und exklusiv:
Noch sind es ca 55 Minuten Zeit, dann startet die große Karaokeshow! Wir nutzen die Zwischenzeit um Euch auf dem Laufenden zu halten:
Der Tag begann ... früh. Schon um 8:30 mussten alle beim Frühstück sein, was auch sehr gut geklappt hat.

Anschließend gab es den ersten inhaltlichen Programmteil zum Thema: "8. April 1945 in Celle". An diesem Tag, vier Tage vor dem Einmarsch der Alliierten in die Stadt, wurde diese erstmals und das einzige Mal bombadiert. Dabei wurde versehentlich auch ein im Bahnhof abgestellter Zug mit KZ Häftlingen getroffen. Die Hälfte der 4000 Häftlinge starben bei diesem Angriff, die anderen flüchteten, wurden jedoch in den folgenden Tagen von SS, SA, HJ und einigen Zivilisten wieder eingefangen. Auch dabei starben noch einmal viele Häftlinge.

Nachmittags fuhren wir mit dem Bus nach Celle und genossen eine Stadtführung der besonderen Art: Sie führte uns zu Orten, die während der NS eine besondere Bedeutung hatten, wie z. B. mehrere Gerichtsgebäude, ehemalige jüdische Geschäfte, die Synagoge und zu dem Denkmal des 8. April 1945.

Weiter gings dann mit dem Bus zur Rampe, der Ankunftsort der KZ Häftlinge Bergen Belsens, die mit Zügen transportiert wurden. Auch dort haben wir uns noch einmal ausfühlich umgeschaut bevor dann das inhaltliche Programm für heute endete und wir uns auf den Heimweg zurück nach Oldau machten.

Mit vom Abendessen gefüllten Bäuchen warten wir nun auf die Karaokeshow und es sind nur noch 38 Minuten.

(Cornelia, Lisa)

Freitag, April 07, 2006

Alle Gäste sind schon da!

Ja Ja, es ist wieder so weit!!! Das Internationale Jugendworkcamp in Bergen-Belsen hat begonnen! Ein aufregender Tag, so viele neue (hübsche;-) Gesichter, so viele interessante nette Leute! ... Vorfreude auf die nächsten Tage.
IWC: Hallo Rike (Teamer)! Wie geht es Dir? Du hast ja die letzten Tage schon die ersten Damen und Herren sicher im Hannover Ländle betreut. Erzähl doch mal!
Rike: Stadtbesichtigung und Rathaus, Berliner Flughafen...
IWC: Eh ja, etwas detailierter..?
Rike: Ich war ja nicht da, ich war ja in Berlin.
IWC: Aha, danke Rike...!? (Anmerkung: Rike hat die Russen vom Flughafen abgeholt) Was steht heut abend noch an?
Rike: Gemütliches Beisammensein
IWC (denkt): Wir versuchen es besser morgen nochmal. Rike schreibt auch gerade nebenbei Briefe für die Good-Night-post und ist scheinbar nicht multitaskingfähig...;-) Die night post ist auch wichtig: Jeder hat seinen eigenen Briefkasten an der Zimmertür und die Post ist beliebt!
Und...schon halb zehn...das Nachtcafe ist eröffnet...! Gute Nacht!

(von Ilka)