Donnerstag, März 20, 2008

Zeitzeugengespräch mit Dr. Yvonne Koch



Zeitzeugengespräch

Am Dienstag hatte das Jugendworkcamp wieder Gelegenheit mit einem ehemaligem Häftling des Konzentrationslagers Bergen-Belsen unser Wissen zu erweitern, und offene Fragen zu klären. Es war für mich in sofern wichtig bei diesem Gespräch mitzumachen, da es nicht mehr viele Überlebende von der damaliger Verfolgung gibt, und sie als eine der letzten ihrer Generation nicht mehr viel Zeit hat ihre Erlebnisse weiterzugeben - nach langer Zeit des Schweigens. Ich fand, dass die heute 75 jährige ihre Erlebnisse, welche sie als 11jährige Jüdin erleiden musste, sehr verständlich uns gegenüber schilderte.

Sie wurde1944 im Kloster in der ehemaligen Tschechoslowakei von Nationalsozialisten festgenommen, in ein Slowakisches Lager gebracht, und dann innerhalb von 24 Stunden nach Bergen-Belsen abtransportiert. Dabei hatte sie noch Glück, denn eigentlich sollte sie nach Auschwitz aber die Eisenbahnverbindung wurde von Bomben zerstört. In Bergen-Belsen herrschten unmenschliche Umstände. Die Rote Armee rückte immer näher, die östlichen KZ wurden evakuiert und auf Todesmärschen die Häftlinge in westlichere KZ verschleppt. Bergen-Belsen war nicht auf diese Menschenmassen vorbereitet. Es fehlte an Allem: Nahrung, Trinkwasser, Unterkünfte für Häftlinge und sanitäre Einrichtungen,... was dazu führte, dass die Aufseher der SS das Camp sich selbst überließen.

An dieser Stelle in ihrer Erzählung wurde sie emotional: sie war ohne Eltern in Bergen-Belsen, denn diese waren noch in der Slowakei, was sie allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste. Sie dachte, dass ihre Mutter ebenfalls im Lager wäre. So lange bis sie am 15. April 1945 von britischen Soldaten befreit wurde. Die Befreiung realisierte sie allerdings nicht, denn ihr Zustand glich dem eines Traumas. Erst 2 Monate nach ihrer Befreiung konnte sie zurück in ihre Heimat, die Slowakei, wo sie ihre Eltern wieder traf. Allerdings dauerte es nahezu 4 Jahre bis sie wieder auf einem "Lernstoff-Standard" mit ihren Altersgenossen war. Noch heute trägt sie Folgeschäden, denn ihre Hände waren erfroren - heute noch frieren ihre Hände extrem schnell.

by Linus Ebert (15 Jahre)

2 Comments:

Anonymous Anonym said...

viel gelernt

2:22 vorm.  
Anonymous Anonym said...

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7:38 vorm.  

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