Sonntag, März 28, 2010

Eyewitnesstalk with Dr. Yvonne Koch

Saturday, 27th March 2010










(für deutsche Version nach unten scrollen)
Dr. Yvonne Koch, who is a survivor of the Bergen-Belsen concentration camp gave us the possibility to have a small insight into her life during the Holocaust. She was only eleven years old when she was brought in this camp of terror. She was the only child in the cattle wagon that transported to Bergen-Belsen and the barrack she shared with old people.
“I was always lonely” said Mrs. Koch. “Every body was looking out for themselves, there was no solidarity”.Some of the women stole food from her because they were all so hungry.
She could not understand why they were doing this to her and other people and what it meant to be a Jew. Mrs. Koch used to wonder around looking for food to eat and she recalled one time when she found a potato peels and was very happy.
Everyday she had to witness horrible scenes of bodies of dead people stacked on top of each other and you could not see their faces, only hands and legs. She remembered one time when she wandered around looking for her mother in there piles of dead people because she missed her so much. To her these scenes where nothing dramatic. When asked how she felt about seeing this she said: “it was no normal in my emotions”, explaining that she was just numb and couldn't feel anything. All she could ever think about was food and clothing (against the cold). She was in a coma for weeks before the people of the concentration camp where liberated. She woke up in a hospital in a clean and comfortable bed. Later on she found out that both of her parents where still alive. Her feelings where still very numb. “Living in the camp makes you have no feelings. All you can think of is having a piece of bread you can slice of every day which keeps on growing”, said Mrs. Koch. It took her three years to become normal again, and through sports she was able to be disciplined and succeeded. She is now a successful Micro Biologist. She is married to her wonderful husband Mr. Koch how is actual German.
She told us her story because of her christian belief, she does not want to blame anyone for his unfaithful occurring. She has no hatred of fear but only peace in her soul. What amazes me more about her is that after all she's been through she remains a strong and educated and successful women. She did not let her past determine her future, nor did she let her situation control her fate. And that's what is important.

Zeitzeugengespräch mit Frau Yvonne Koch
Dr. Yvonne Koch, eine Überlebende des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, hat uns einen kleinen Einblick in ihr Leben während des Holocaust gegeben. Sie war erst elf Jahre alt als sie ohne ihre Eltern nach Bergen- Belsen deportiert wurde. Während der schrecklichen Fahrt mit dem Viehwagon von der Tschechoslowakei nach Deutschland und auch anschließend in der Baracke war Frau Koch umgeben von älteren Frauen. „Ich war immer allein“, sagte die Zeitzeugin. „Jeder hat sich nur um sich selbst gekümmert,es gab keine Solidarität.“ Einige der Frauen stahlen ihr wegen des großen Hungers sogar ihre Essensration. Nie konnte sie begreifen, warum jemand ihr diese Qualen antat und was es überhaupt bedeutete, ein Jude zu sein.
Oft lief Yvonne Koch über das Gelände, immer auf der Suche nach etwas Essbarem. Eines Tages fand sie ein paar Kartoffelschalen. Dieser Fund machte sie unbeschreiblich glücklich.
Jeder Tag war geprägt von den grausamen Szenen die Frau Koch ertragen musste. Einmal suchte sie in den aufgestapelten Leichen mit bizarr abstehenden Extremitäten nach ihrer Mutter, weil sie die so vermisste. Sie selbst empfindet diese Begebenheiten als nicht dramatisch. Auf eine Frage nach ihren Empfindungen zu diesen Erinnerungen antwortet sie: „ Emotional war das für mich normal“ und erklärt, das ihre Gefühle sich während dieser Zeit auf ein Minimum reduziert haben, sie war abgestumpft. Der einzige konkrete Gedanke war das Verlangen nach Nahrung und Kleidung gegen die Kälte. In den Wochen kurz vor der Befreiung des Lagers viel Yvonne Koch in ein Koma. Als die erwachte fand sie sich in einem sauber bezogenen Bett in einem Krankenhaus wieder. Auch als die herausfand, das ihre Eltern noch am Leben waren, war sie sehr gefühlskalt.
„Das Leben im Konzentrationslager nahm mir jedes Gefühl. Alles was ich wollte, war ein Brot das länger wird, wenn ich davon abschneide.“ Es dauerte drei Jahre, bis Frau Koch sich erholt hatte. Durch Leistungssport erlangte sie viel Selbstdisziplin und große Erfolge. Heute ist sie eine erfolgreiche Mitkrobiologin, verheiratet mit einem Deutschen. Yvonne Koch erzählte uns ihre Geschichte aufgrund ihres christlichen Glaubens, sie beschuldigt niemanden. Anstelle von Hass und Angst baut sie auf den Frieden.
Was mich an Frau Koch am meisten beeindruckt, ist, dass sie nach diesen schlimmen Erfahrungen eine erfolgreiche, starke und gebildete Persönlichkeit geworden ist. Ihre Zukunft hat sich nicht von der Vergangenheit einholen lassen und ihr Glauben wurde nie durch ihre Situation zerstört. Und das ist das Wichtigste.

1 Comments:

Anonymous S.O. said...

Im vergangenen Jahr war Frau Koch auch zur Gedenkveranstaltung zum Tag der Befreiung eingeladen, um direkt an der Verladerampe des Bahnhofes vor dem dortigen Zugwaggon über ihre Erlebnisse in Bergen-Belsen zu berichten. Sie selbst war als kleines Kind, ohne zu wissen, was sie erwartete, getrennt von ihren Eltern, genau an dieser Stelle angekommen. Während dieser Gedenkfeier war sie plötzlich von dem Ort und der Situation an diesem Bahnhof so ergriffen, dass sie nicht mehr in der Lage war, das zu berichten, was sie sich eigentlich vorgenommen und notiert hatte. Aufgewühlt und mühsam die Tränen zurückhaltend brachen sich ihre schrecklichen Erlebnisse Bahn. Mir als Zuschauerin/Zuhörerin gingen diese Gefühle sofort so unmittelbar nahe, dass mir angesichts der spürbaren Verzweiflung und der furchtbaren Verlassenheit des kleinen Mädchens sowie der unmenschlichen Grausamkeiten, die ihr und so vielen anderen Menschen unter anderem in Bergen-Belsen widerfahren sind, ebenfalls die Tränen kamen. Und ich sorgte mich, wie Frau Koch diesen Gefühlsausbruch überstehen würde.
In dem sich anschließenden Programmpunkt stellte sich ein bunter Haufen jugendlicher Teilnehmer des IWC 2009 vor den Anwesenden auf und gab auf sehr ansprechende und informative Art und Weise, sich immer abwechselnd, Auskunft über die Inhalte des workcamps, an dem sie teilgenommen hatten. Es war wie ein Wunder, zu beobachten, wie Frau Koch beim Anblick dieser jungen Leute plötzlich wieder an Festigkeit gewann, sich nach und nach kerzengerade aufrichtete, aufmerksam alles, was die Jugendlichen präsentierten und deren Ausstrahlung in sich aufsog, ihren kleinen Fotoapparat aus ihrer Tasche zückte und, vor Freude strahlend, Fotos machte! Das war wirklich der Inbegriff von Hoffnung, die man da leibhaftig spürte. Und wie stolz ich auch auf diese jungen Menschen war (und bin)! Toll, und danke, dass Ihr wieder dabei seid!

6:52 nachm.  

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