Sonntag, Juli 31, 2011

Eyewitness group with Frau Müller

Frau Müller
Frau Müller ist 86 Jahre alt.
Seit dem sie 19 Jahre alt war, war sie Insassin verschiedener Konzentrationslager, vorher musste sie schon Zwangsarbeit leisten.
Da sie wusste, dass die Deutschen Polen von den Straßen wegfingen um sie zur Zwangsarbeit nach Deutschland zu bringen, versuchte sie so viel es ging zu Hause zu bleiben und nicht auszugehen. Nach einiger Zeit, die Frau Müller nur zu Hause verbrachte, wurde sie von einer ihrer deutschen Freundinnen gefragt mit ihr das Kino zu besuchen. Aber sobald sie das Kino betraten entpuppte sich die freundschaftliche Einladung als Falle. Das deutsche Mädchen hatte Frau Müller für ein wenig Bonusgeld verraten und Frau Müller wurde von den deutschen Soldaten abgeführt. Am Bahnhof wurde sie mit anderen zusammen in Garagen gesperrt, bis es genug waren, die von den Deutschen gefangen wurden, um einen Zug zu füllen. Die polnischen Menschen mussten in Züge steigen, welche abfuhren, während Mütter versuchten ihre Kinder durch die Zugfenster zu retten.
Der Zug hielt in Breslau. Die polnischen Mädchen mussten sich in einem großen Saal aufreihen und deutsche Bauernfamilien kamen und durften sich jeweils Mädchen als Zwangsarbeiterin aussuchen. Frau Müller wurde von einer Familie Francke ausgesucht, da sie so schön gepflegte Hände hatte und nicht wie es die Propaganda des Dritten Reiches besagte. In dieser Familie wurde sie geschlagen und es war ihr nicht erlaubt Pausen zu machen, ebenfalls war es ihr untersagt sich zu waschen.
Nach einiger Zeit konnte Frau Müller ihr Leid nicht mehr ertragen, sie versuchte des Nachts vom Hof der Familie Francke in Richtung Bahnhof zu fliehen. Aber da sich in dem kleinen Dorf nah Breslau alle Nachbarn kannte, wurde sie von jemandem gesehen, wie sie nachts am Bahnhof stand und vergeblich auf einen Zug wartete, der schließlich Herrn Francke und die Polizei allarmierte.
Für diesen Fluchtversuch wurde Frau Müller zu 6Monaten Gefängnis verurteilt, nach diesem halben Jahr schickte man sie nach Ravensbrück, in das Frauenkonzentrationslager.

Frau Müller durchlebte drei Lager. Zuerst war sie in Ravensbrück (Häftlingsnummer 77000) und zuletzt in Bergen-Belsen. Sie musste auch in einer Fabrik arbeiten, wo ihr Namen gegen die Zwangsarbeiternummer 9502 getauscht wurde. Während ihrer Zeit in der Fabrik wurde sie des Öfteren auch dazu verpflichtet das Haus des Kommandanten zu säubern, dies sah sie als „gelungene" Abwechslung, da sie zum Beispiel beim Entleeren der Mülleimer Essensreste fand die sie aß. Die Reste waren viel mehr als sie von den Wächtern in der Fabrik zu essen bekam.
Frau Müller musste in Ravensbrück einige schreckliche Augenblicke erleiden, einer der sie mit am meisten schockierte war der, als sie eine Frau in einer Baracke liegen sah, der die Beine abgetrennt wurden waren um medizinische Experimente durchführen zu können. Die Beine der Frau wurden vorher mit Giftspritzen „behandelt", um zu sehen wie sich bestimmte Giftstoffe auf den menschlichen Körper auswirkten.
Einmal musste Frau Müller, aufgrund einer willkürlichen Auswahl der SS-Männer, in einen Keller gehen, wo sie mit anderen Frauen nackt mit ausgestreckten Armen vor den Männern einen Tisch ablaufen musste. Die SS-Männer suchten sich so Frauen aus, welche ins Bordell gebracht wurden. Frau Müller war froh, dass sie nicht ausgewählt wurde, da sie wusste sobald die SS-Männer fertig waren, wurden die Mädchen von ihnen getötet.
Frau Müller wurde für eine andere sehr schwere Arbeit ausgewählt, sie musste Häuser und Straßen auf dem Gelände der Offiziere bauen. Während ihrer Zeit in Ravensbrück traf sie eine französische Frau mit ihrem Enkel. Sie fragte die Frau warum ihr Enkel die ganze Zeit weinen würde, sie antwortete er würde weinen, da er seine Eltern in der Gaskammer gesehen hat.
Einige Zeit später, als Frau Müller in einem britischen Krankenhaus in Bergen-Belsen war, traf sie den Jungen wieder und er sagte ihr, dass seine Großmutter ebenfalls vergast wurde. Er war somit, im jungen Alter von 9 Jahren, der einzige Überlebende seiner Familie.

Frau Müller sagte, der Grund weshalb sie überlebte war ihr junges Alter.
Nach dem Krieg konnte sie nichts tun, da sie an Typhus erkrankt war. Sie war gebrechlich, wollte aber nach Hause, nach Polen zurück. Aufgrund ihrer Krankheit musste sie eine lange Zeit im Krankenhaus in Bergen-Belsen bleiben. Auch nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde, durfte sie nicht nach Polen zurück. Da zunächst kein Land die Kapazitäten hatte ihre jüdische und vormals politisch verfolgte Bevölkerung wieder aufzunehmen, so musste Frau Müller zunächst in einem DP-Camp (Camp for Displaced Persons) bleiben, welches auf dem ehemaligen und heute wieder benutzen Truppenübungsplatz Bergen-Belsen errichtet wurde. In all dieser Zeit hatte sie furchtbare Kopfschmerzen und konnte nachts nicht einschlafen, da sie stets an die Zeit in den Konzentrationslagern denken musste. Auch heute muss sie oft daran denken und es fühlt sich an, als wäre es erst gestern gewesen.
Ihre Jugend wurde von den Aufenthalten in den Konzentrationslagern zerstört, dennoch gab es kleine Dinge die ihr halfen ihre Hoffnung nicht zu verlieren, sowie sie in einem Transporter saß und dachte sie würde erschossen werden, der Transporter hielt aber in einem weiteren Arbeitslager, sodass sich ihr Tod durch harte Arbeit heraus zögerte.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg hatte es Frau Müller in Deutschland sehr schwer, da einige Nazis immer noch hohe Ämter bekleideten. So bat sie die Regierung um einen Entschädigungsbetrag für ihre Zeit in den Lagern, die einzige Antwort die sie bekam war „Wir waren im Krieg!".
Da sein kein Geld erhielt musste sie sich ihre Kleidung selbst aus Lumpen schneidern und verdiente ihren Lebensunterhalt auf dem Schwarzmarkt durch den Verkauf von Zigaretten.
Frau Müller blieb dennoch in Deutschland, auch wenn ihre Freunde nach Kanada auswanderten. Sie wollte in Deutschland bleiben, weil sie keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter hatte, aber immer bereit sein wollte nach Polen zurück zu gehen, auch zu Fuß, falls ihre Mutter sich meldet oder es aus anderen Gründen notwendig wäre.
Wäre sie in Kanada wäre ihr diese Möglichkeit nicht gegeben.
Ein zweiter Grund war, dass Frau Müller Angst hatte nach Polen zurückzukehren, da sie nicht wusste was sie dort erwartet. Sie sagte, die Sowjets sein genauso schlimm wie die Nazis gewesen. Daher entschloss sie sich vorerst in Deutschland zu leben und Polen zu besuchen.
Später konnte Frau Müller noch einen dritten Grund aufführen, weshalb sie in Deutschland bleiben wollte. Sie heiratete einen deutschen Mann.
Frau Müller heiratete ihn, trotz seiner Nationalität, da sie davon überzeugt war, dass nicht alle Deutschen so krankhaft böse sein wie Hitler. Zudem war ihr Ehemann zu jung um an der deutschen Front zu dienen, somit war er kein deutscher Soldat während des Zweiten Weltkrieges und konnte somit nicht der deutsche Soldat gewesen sein, der ihren Vater erschossen hatte.
Nach drei Jahren konnte Frau Müller ihre Mutter und ihre Schwestern ausfindig machen. Der Grund weshalb es so lange dauerte war, da ihre Mutter umgezogen war.

Sieben Jahre lang erzählte Frau Müller ihrer Familie, dass sie mit einem Brieten verheiratet wäre, aus Angst vor der Reaktion auf einen deutschen Schwiegersohn bzw. Schwäger.
Als sie ihrer Familie aber die Wahrheit sagte, reagierten sie positiv, da Frau Müller und ihr Ehemann in den Jahren zuvor die Familie mit Geld unterstützt hatten, so hatte das junge Ehepaar insgesamt 35.000 DM gespart um ein Haus zukaufen, entschied sich aber alles der Familie zu schicken.
Aufgrund dieser großzügigen Geste wird Herr Müller von der Familie seit nunmehr „Benedictus" genannt.

Auch wenn Frau Müller immer noch ein Problem hat Menschen blind zu vertrauen, glaubt sie an eine bessere Zukunft.
Sie bringt ihrem Kind und der Jugendgeneration von heute vieles bei, zum einen, da sie selbst nur wenig Möglichkeiten hatte in ihrer Jugend zu lernen, zum anderen um etwas dazu beizutragen, dass so etwas nie wieder passiert und die Geschichten der Zeitzeugen und Zeitzeuginnen nicht in Vergessenheit geraten.



Miss Müller is 86 years old.
She has been in concentration camp since she was 19 years old. but before that she had to work in forced labor.
She knew that the Germans where taking Polish people of the streets to work in Germany so she tried to stay at home as much as possible. After a while, a German girl which was here friend, asked her to go with her to the movies. But when they got inside it was a trap from her friend. She had betrayed her for some extra money and she was taking by the German soldiers. At the railway station, they where put into a garage, untill it was fill enough. Then they got onto a transport while the mothers tried to get the children out of there.
First she was sent to a German farmers family to work there. They where lined up in Breslau, and then the formers could choose a girl that they wanted to work for them. Family Franke choose her, because she had such nice hands, not like a worker as the propaganda machine of the Third Reich was telling. She got beaten there and wasn't allowed to take breaks, the same counted for washing also that wasn't allowed.
After a while she was fed up with it and took off her clothes and tried to run away, so she went to the railway station. But in a small town everybody knows everybody, so it was soon known that she ran away. Somebody in the village saw her standing at the railway station waiting for the train and she was instead picked up by the police.
She was sentenced to a half year in prison because of that, after her release she was send to Ravensbruck, a womens concentrationcamp.

She has been in three camps. At first at Ravensbrück (nr. 77000), at last at Bergen-Belsen.She even had worked in an ammofactory, here she got the number 9502. During her time there she was also sometimes used for cleaning the officers homes, which was a great threath for her. When she was cleaning there she could empty the bins and eat the food that was in there, it was much more and better then she got from the guards after work. In Ravensbrück she walked into a barrack and she found women whose legs where cut off, only for medical trails. In the wounds they injected poison.
Once during a selection of the SS she had to go into a cellar, where the girls had to walk naked with there arms spread and walk around a table, the SS man pointed out some women who where taken to the brothel. She felt very lucky that she wasn't picked out, because it was know that when the SS where done with these girls they where just killed. Frau
Muller was picked to help build houses and the roads on the terrain for the officers which was very hard work. During here time there she met a French grandmother and her grandson. She asked him why he was crying all the time and she anwserd because his parents where gassed. Later when she was in the British Hospital at the Bergen Belsen concentrationcamp she saw the boy again and his grandmother was also gassed. He was the only survivor of his family, only 9 years old.

She only survived because she was young.
After the war she couldn't do anything. She is infected with typhus. She is weak, but she wants to go home. She has been in hospital for a long time. After that there was a problem that nobody wanted to ''have'' the Jews back, so she had to stay for a long time in the DP-Camp (Displaced Persons).She had an headache so bad she couldn't sleep, she could only think about the concentration camp, even untill this day. It feels like it was yesterday.
Her youth is destroyed at the concentration camp but during her time there the little things gave hope such like transports to a working camp when she thought she was being killed.

It was a hard time after the 2nd world war. In Germany there where Nazi's on high positions everywhere. She asked the gouverment to pay here because she lived in the camps, the only answer she recieve was like: ''We where at war.''
Because she didn't got any money she had to make her own clothes out of parachutes and soks for instance and make a living for herself in her case at the black market dealing cigarettes.
After the war she stays in Germany, but here friends went to Canada. She wanted to stay in German because she didn't have contact with here mother and she always said she wanted to be able to walk back to home (Poland) iff neccessary. She had said that she would walk to here home.
From Canada she couldn't walk to here home. But she was affraid to go to Polen, because the Sovjets were as bad as the Nazi's. After all she decide to visit Polen.
Later she would stay in Germany because she married a German man.
She married him because she tought, not all Germans where as bad as Hitler. She even knew this man was to joung to serve at the German front. So he couldn't be a German soldier at the time of the war and he couldn't be the one that shot her father.
After three years she found here mother and sisters. It took just a long time because here mother had moved houses.

For seven years she told her family she married a British man. But after these seven years she finally told the truth. She told her family here husband was exactly German. The family react well, the German man, together with miss Müller, had even gave them al the money they saved. In total they saved 35.000 Reichsmark, enough to buy a house, but they dicide to bring it to her femaily in Polen.
Miss Müller's family does call him also Benedictus the 16th (named after the pope), because he was such a good man.

She still got problems to trust people, but she believes in a better future.
She also teach here childeren everything, because she never has the chance to learn. In this way, she hopes that she can help that this will never happen again and that the stories won’t be forgotten.